Gardasee

14.11. - 20.11.2021

Nachdem wir ein paar Jahre keinen Wanderurlaub mehr gemacht hatten, ging es 2021 zu unserem 10. Hochzeitstag zum Gardasee. Übernachtet haben wir im wunderbaren Parc Hotel Flora in Riva del Garda, das wir sehr empfehlen können. Rund um den Gardasee gibt es zahlreiche tolle Wandertouren von leicht bis Klettersteig. Wir haben mal mit ein paar angefangen, haben uns aber noch ein paar für weitere Urlaube aufgehoben. Gardasee in der Nebensaison - kann man definitiv machen!

Für den ersten Tag haben wir uns den Busatte-Tempesta Panoramaweg oberhalb von Torbole vorgenommen. Der eigentliche Weg führt oberhalb der Straße am Ostufer über 400 Treppen entlang nach oben. Beim Einstieg entscheiden wir spontan, den Paloni Weg für den Hinweg zu nehmen und den Busatte zurückzugehen. Allerdings führt der Paloni steil und steinig auf einen höher gelegenen Bergrücken und so entscheiden wir uns am Wendepunkt in Tempesta dazu, nicht den Busatte zurückzugehen, sondern mit dem Bus nach Torbole zurückzufahren. 600 Höhenmeter und 13,5 km sind für den ersten Tag genug. ;-) Empfehlenswert ist der Weg auf jeden Fall, weil man fast durchgehend einen wunderbaren Panoromablick auf den See hat. Und den eigentlichen Busatte können wir ja dann beim nächsten Mal nehmen...

Oberhalb von Riva del Garda liegt die Kapelle Santa Barbara am Berghang, wir können sie von unserem Hotelzimmer aus sehen. Es liegt nahe, eine Tour dorthin zu machen. Im Sommer kann man bis zur Bastione unterhalb der Kapelle mit einer Seilbahn fahren, wir müssen den kompletten Weg gehen, weil die Seilbahn Winterpause hat. Der Weg führt wunderbar durch den Wald bis zur Kapelle, von der man eine spekatuläre Aussicht über Riva hat. Für den Rückweg überlegen wir uns einen anderen Abstieg, drehen aber nach dem ersten Stück wieder um, da es über eine ungesicherte Leiter senkrecht nach oben gehen würde und wir weder Ausrüstung noch passendes Schuhwerk haben. Also geht es bis zum Fahrweg auf dem gleichen Weg zurück, nur für das letzte Stück suchen wir uns einen steilen Pfad direkt nach unten. Zum Schluss fängt es leicht an zu regnen, aber da sind wir ja schon fast da.

Am Mittwoch hängen die Wolken tief über dem See, aber es ist trocken. Heute geht es mit dem Auto nach Tignale und von dort zunächst zur Wallfahrtskirche Madonna di Montecastello. Von der Kirche führt ein wunderbarer Weg entlang alter Stellungen aus dem 1. Weltkrieg oben auf einem steil abfallenden Felsen entlang bis zu einer Aussichtsplattform über dem See. Leider hängen die Wolken noch immer über dem See und so sehen wir nicht ganz so viel. Die Tour ist aber ebenfalls eine absolute Empfehlung und bei klarer Sicht bestimmt ein Traum. Den Nachmittag nutzen wir zu einem Ausflug nach Arco, wo wir uns erst die Burgruine ansehen und dann durch die unzähligen Outdoor Läden bummeln.

Der Donnerstag bringt wunderbares Wetter und wir brechen früh mit dem Auto Richtung Monte Baldo auf. Die Seilbahn auf den Berg fährt nicht und so fahren wir mit dem Auto auf der Rückseite über wilde Straßen den Berg hoch und steigen von dort zur Bergstation auf. Oben bietet sich uns ein fantastischer Ausblick und wir haben den Monte komplett für uns alleine. Das gibt es bestimmt nicht oft. Wir machen eine Rundtour über das Plateau und genießen die immer neuen Blicke. Ein Traum!

Auch am Freitag haben wir tolles Wetter, wenn es auch etwas kälter und windig ist. Zum Abschluss haben wir uns den Sentiero Ponale vorgenommen. Hier kann man über die alte Straße immer am Westufer des Sees entlang zum Ledro Tal aufsteigen. Hinter jeder Kurve eine neue, wunderbare Aussicht. Weil das Wetter schön und der Weg nicht so weit war, gehen wir noch weiter bis zum Lago di Ledro und schaffen so am letzten Tag mit 23 km die längste Tour des Urlaubs. Der Sentiero Ponale ist ebenfalls eine absolute Empfehlung, man muss ja nicht bis zum Lago die Ledro weiterlaufen. ;-)

Am letzten Abend dürfen wir noch einen schönen Sonnenuntergang genießen. Wir haben eine wunderbare Woche am Gardasee verbracht und alle Touren hatten ihre Besonderheiten. Der See ist bei jedem Wetter eine Reise wert und gerade in der Nebensaison, wenn kaum noch Touristen unterwegs sind, ein echter Traum. Zwar hatte vieles schon zu, aber wir mussten trotzdem nicht hungern. ;-) Das beste Abendessen hatten wir übrigens im La Leonessa in der Via Concordia 1 in Riva. Ausgezeichnetes Essen zu fairen Preisen! :-)